Projekt: Konzeptentwicklung eines Computer Based Training zum Thema "Ermüdung für Berufskraftfahrer und betriebliche Fahrdienste"
| Förderer | Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. |
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| Projektleiter | Dr. Volker Hargutt |
Projektbeschreibung
Im Rahmen ihrer Präventionsaufgaben lässt die BG BAHNEN gemeinsam mit der Eisenbahn-Unfallkasse ein CBT-Programm "Ermüdung für Berufskraftfahrer und betriebliche Fahrdienste" entwickeln. Eingesetzt werden soll das Programm bei Weiterbildungsmaßnahmen entsprechend dem Konzept der technologiegestützten Aus- und Weiterbildung. Für das CBT-Programm ist eine breite Streuung im Zielgruppenbereich bei allen Mitgliedsunternehmen der BG BAHNEN und der Eisenbahn-Unfallkasse vorgesehen. Darüber hinaus soll das CBT-Programm auch im privaten Bereich der Zielgruppe eingesetzt werden können.
Zielsetzung des Lernprogramms ist die Sensibilisierung der Teilnehmer in Bezug auf das Problem "Müdigkeit im Straßenverkehr". Nach Bearbeitung des Lernprogramms sind die Teilnehmer in der Lage, ihren Müdigkeitszustand im beruflichen und privaten Fahralltag zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Den Teilnehmern ist bewusst, dass müde zu werden keine Schande ist, es aber unverantwortlich ist, die Anzeichen dafür zu ignorieren und in je-der Situation, ob im beruflichen oder privaten Bereich, der Fahrer ver-antwortlich für sein Handeln ist.
Der konzeptionelle Ansatz sieht vor, dass sich die Teilnehmer zu Beginn der Programmbearbeitung mit der Problematik "Müdigkeit im Straßenverkehr" identifizieren, d.h. erkennen, dass nicht nur die "Anderen" davon betroffen sind. Daran anknüpfend soll anhand geeigneter, wissenschaftlich abgesicherter und mediendidaktisch aufbereiteter Informationen, den Teilnehmern Grundwissen zum Thema vermittelt und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die geeignet sind, Müdigkeit im Frühstadium zu reduzieren. Deutlich soll aber auch werden, dass diese Möglichkeiten begrenzt sind. Zu den grundlegenden Informationen gehören
- die physischen und psychischen Bedingungen, die zu Müdigkeit führen,
- das, was dabei in unserem Körper vor sich geht und welche Auswirkungen dieser Zustand auf die Fähigkeit des Fahrers bei der Bewältigung der Fahraufgaben hat.
- Indikatoren, die die Entstehung von Müdigkeit frühzeitig anzeigen,
- Maßnahmen, die einer schnellen Zunahme der Müdigkeit entgegen wirken,
- die Tatsache, dass man der Müdigkeit prinzipiell nicht entkommen kann,
- die Eigenverantwortung, die keinem Fahrer durch externe Maßnahmen oder Personen abgenommen werden kann.
Durch eine frühzeitige Differenzierung nach Zielgruppen, die über ein Auswahlmenü erfolgt, sollen berufsgruppenspezifische Aspekte herausgearbeitet und eine leichtere Identifikation mit dem Thema erreicht werden Inhaltliche Schwerpunkte des Lernprogramms sind Auswirkungen von Müdigkeit auf das Unfallrisiko im Straßenverkehr, Ursachen von Müdigkeit, psychophysische Reaktionen bei Müdigkeit, typische Symptome von Müdigkeitsstadien, sinnvolle Gegenmaßnahmen, die typischen Müdigkeitsfallen im Fahreralltag. Anhand von Fallbeispielen aus der Berufspraxis soll der Praxisbezug hergestellt werden. Videosequenzen werden mit wechselnden Perspektiven dargestellt. Entweder aus Sicht des Fahrers oder als Sicht von außen auf den Fahrer.
Tagungs- und Kongressbeiträge
- Hargutt, V. (2005). Fatigue in Transportation - Causes, Consequences and Countermeasures. Transportation Safety, Fulda, March, 16th-17th.
